Bouteille Pinot Noir
Bouteille Pinot Noir
fût mûres
cerises
Tagine gâteaux chocolat
charcuterie
brochette de viande
feuille de vigne
grappe de raisin
Pinot Noir

Der aus der Bourgogne stammende Pinot Noir ist die einzige im Elsaß autorisierte rote Rebsorte. Ursprünglich in erster Linie zur Herstellung von leichten fruchtigen Weinen bestimmt, wird der Pinot Noir immer rot ausgebaut, womit gewissermaßen eine sehr alte Tradition wiederbelebt wird. In der Bezeichnung AOC Alsace ist er stark vertreten, doch wird er auch zur Bereitung von Crémants d’Alsace vom Typ „blancs de noirs“ und Crémants Rosés verwendet.

Geschichte

Auch wenn das Elsaß überwiegend für seine Weißweine bekannt ist, belegen zahlreiche Dokumente, wie Inventarverzeichnisse bezüglich der Weinkeller von Abteien und der von der Kirche im Mittelalter eingeforderten Zehentweine, die Existenz beträchtlicher Mengen an Rotwein. Unter den in dieser Zeit 40 verwendeten Rebsorten nahm der Pinot Noir einen bedeutenden Rang ein. Seltsamerweise trat zum Ende des 16. Jahrhunderts ein Rückgang dieser Produktion ein, und nur einige elsässische Orte erhielten sich die Tradition, Rotweine herzustellen (Ottrott, Saint Léonard, Boersch, Saint Hippolyte, Rodern, Marlenheim…). Was heute von vielen als eine Neuheit angesehen wird, ist in Wirklichkeit nur ein Erbe der Vergangenheit, das einen zunehmenden Erfolg verzeichnet.

Dégustation

Der elsässische Pinot Noir war immer schon ein leichter, frischer Wein mit den Aromen der Kirsche, Himbeere und Brombeere und harmonischen Tanninen. Doch wird er immer häufiger im Eichenfaß ausgebaut, was einen tieferen und kräftigeren Wein ergibt, der eine dunkle Farbe und die Aromen reifer Früchten, von Leder aufweist …

Verbindung Speisen-Weine

Ein Pinot Noir, der rosé (oder leichtrot) ist, dabei trocken und zart-fruchtig und kühl serviert wird, ist vor allem im Rahmen eines rustikalen Buffets oder Picknicks beliebt, wo es Wurstwaren, Gegrilltes und Salate gibt.
Der rote Pinot Noir erfährt eine längere Bereitung im Tank, eventuell auch in Eichenfässern, und ist ein kräftiger, ausgewogener Wein, der zunehmenden Erfolg verzeichnet. Dunkle Fleischsorten und Wild verlangen geradezu nach diesen roten Pinots Noirs aus dem Elsaß, die eine so ansprechende dunkle Farbe und intensive Kirscharomen besitzen. Allgemein gesprochen passen die Pinots Noirs d’Alsace auch zu hellem Fleisch und Geflügel, zu bestimmten Käsetypen, und - da die elsässischen Rotweine nicht viele Gerbstoffe enthalten- warum nicht auch zu Fisch !
Es wäre schade, einige Gerichte der internationalen Küche unerwähnt zu lassen : Taboulé, Lamm-Tajine und Couscous sind nur eine Auswahl der Spezialitäten, die sich in Gesellschaft der Pinots Noirs gefallen. Und vergessen wir nicht die Schokoladendesserts (die nicht allzu süß sein sollten) oder Nachspeisen aus roten Beeren, welche deren Aromen auch schätzen !

Ampelografie

Blatt :
Mittelgroß, orbiculaire, dunkelgrün, dick, trichterförmig, mit kleinen Bläschen. Durchschnittliche Spitzzähne.
Traubenbüschel :
Klein zylindrisch, kompakt.
Beere :
Klein, sphärisch oder leicht eiförmig, blauschwarz oder dunkelviolett. Feine Traubenhaut, reich an Farbstoffen.

Im Rebgarten

Der Pinot Noir gedeiht in den gemäßigten Klimazonen. Er entwickelt sich hervorragend in Lehm-Kalkerden. Will man kräftige Weine aus ihm gewinnen, sind geringe Erträge, ein perfekter Gesundheitszustand, eine zufriedenstellende Reife und eine sorgfältige Weinbereitung Voraussetzung, damit so seine Frucht und Eleganz zum Ausdruck kommen. Diese Weine sind attraktiv und beliebt, wenn sie jung sind, doch besitzen einige auch ein erstaunliches Entwicklungspotential.